Ob harmlos oder pathogen, Pilze gehören zur Umwelt und zu einem gesunden Mikroklima im Körper mit dazu! Sie sind nicht nur Erreger von Schleimhaut- und Hautpilzinfektionen sondern beinhalten auch noch eine Reihe von Risikofaktoren. Sie sind nach den gängigen Bakterien die häufigsten Erreger. Um zu Überleben und sich zu reproduzieren, benötigen sie einen Wirt.
 Die am weitestens verbreiteten Pilze, die aber nicht in freier Natur vorkommen, sind die Hefen Candidae, die in Warmblütern einen idealen Nährboden finden. Hier bekommen sie alles, was sie benötigen: Kohlehydrate, Wärme und ein optimales Umfeld. Diese benötigen keinen Sauerstoff und befinden sich in den meisten Fällen im Dünndarmbereich. Schädlicher als die fehlenden Nährstoffe sind die, von den pathogenen Pilzen reichlich produzierte Stoffwechselprodukte. Um nicht ständig von der Abwehr attackiert zu werden, schwächen diese Mykotoxine das Immunsystem des Wirtes. 
Anders verhält es sich bei den Schimmelpilzen z.B. Aspergillus niger, denn diese benötigen Sauerstoff. Von daher findet man diese eher in den Atemwege. Dort überziehen sie die Bronchien was zu Asthma, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen führt.

Atti Pilzvorher
Atti Ohne Pilznacher

Auslöser


Zumeist leben die Mykosen unbemerkt im Darm oder auf der Haut des Wirtstieres. Wenn durch eine Antibiotika-und Kortisontherapie, Abwehrschwäche, Verletzungen oder eine Störung der Darmflora das Mikroklima im Tier gestört wird, kann der an und für sich harmlose Besiedler, zum Schmarotzer werden. Man kann es manchmal nicht verhindern, dass eine Antibiotika- und Kortisontherapie nötig ist. Danach sollte man aber zwingend eine Entgiftung und eine Darmsanierung durchführen. Auch verunreinigtes Fertigfutter (Trockenfutter), Silage, kontaminiertes Heu und Zusatzfutter sind als Auslöser zu sehen. 

Entwicklungsstufen

1. Der Pilz besiedelt die Haut und die Schleimhaut was bei einer intakten Darm-und Hautflora problemlos ist.
2. Die Barrieren werden durch eine Immunschwäche sowie z.B. Antibiotikagaben durchlässig wodurch die Mykosen in die oberen Schichten eindringen.
3. Er breitet sich weiter aus und diese lokale Schleimhautinfektion nennt sich Soor.
4. Bei der Schleimhautinfektion besteht die Gefahr, dass er in das Blutgefäßsystem eindringt und sich zu einer systemischen Pilzinfektion entwickelt. Die Folgen wären u.a. eine Schwächung der Gefäßwände und Vergiftung der inneren Organe.kontaminiertes Heu und Zusatzfutter sind als Auslöser zu sehen. 

Symptomatik

Die von der Mykose ausgelösten Erkrankungen und Symptomatiken sind u.a. folgende:

• Müdigkeit und Abgeschlagenheit

• Abmagerung trotz genügender Nährstoffzufuhr

• Stumpfes und struppiges Fell

• Blähungen

• wechselnder Stuhl/ Kotwasser, Kolikneigung

• Kurzatmigkeit und Herzbeschwerden

• Leber- und Nierenprobleme

• Juckreiz im Analbereich

• Lungenprobleme wie z.B. Dämpfigkeit

• Gelenks-und Muskelschmerzen

• Magenschmerzen-und Geschwüre

• Entzündungen im gesamten Organismus

• Beim Pferd kommt dann noch die Mauke (Hautentzündung) mit dazu

Ich habe während meiner Tätigkeit festgestellt, dass bei fast jeder Erkrankung, ausser orthopädischer Natur, die Mykosen mitbeteiligt bzw. ursächlich dafür verantwortlich sind.

Diagnostik

Es kann eine Kotprobe eingeschickt werden, die aber nicht immer aussagekräftig ist. Ich sende im allgemeinen ein Büschel Haare zur Bioresonanz ein, da man damit besser den Kollateralschaden einschätzen kann, den die Mykosen anrichten.

Behandlung

Die Behandlung der Problematik fußt auf mehreren Säulen. Das Zurückdrängen der Pilze und der Neuaufbau und die Regeneration der geschädigten Schleimhaut und Darmflora mittels einer Spritzenkur. Akupunktur für die Organschäden bzw. für die Entgiftung. Orale Gabe von Darmbakterien, um die Darmflora noch zusätzlich anzuregen. Zum besseren Wachstum dieser wird dann noch Milchzucker zugeführt. Dieser kann von den Hefepilzen nicht verwertet werden.

Nur ein Antimykotikum zu geben, ohne an der Grundursache was zu ändern, hat nur einen geringen Nutzen, da der Candida dann unmittelbar wieder da ist und das Risiko einer größeren Infektion steigt an. Auch kann es passieren, dass sich die Pilze an das Medikament gewöhnen und dieses dann die Wirkung verliert. Die Fütterung muss in dieser Zeit nicht umgestellt werden, da hungrige Pilze eher dazu neigen, die Darmwand zu durchstoßen und sich dann aus dem Blut zu ernähren.

Heilungschancen

Die Spritzenkur hat ihre volle Wirksamkeit nach ca. 6-8 Wochen erreicht und dann ist es sehr oft so, dass die Infektion ausgestanden ist. Da aber der gesamte Magendarmtrakt ca. 24 m lang, die Oberfläche ungefähr 400 qm beträgt und die Molekulare Struktur an die 1000 qm beträgt sowie Billionen Bakterien und hunderte verschiedene Bakterienarten vorhanden sind, kann es vorkommen das es nicht so erfolgreich war und man das ganze dann nochmals wiederholen sollte.
Die Schilderung ist auf Pferde ausgerichtet aber auch Hund und Katzen sind davon betroffen.